Aktuelles

Medienwelten-Reihen startet mit einem gar nicht so fiktionalen Blick in die digitale Zukunft

Unsere erfolgreiche Veranstaltungsreihe "Medienwelten", die wir gemeinsam mit dem Bürgernetzverein Gunnet planen und durchführen, hat 2019 den Schwerpunkt Medienerziehung. Zum Auftakt am Donnerstag, 17. Januar 2019, um 19:30 Uhr haben wir mit Theresa Hannig eine Münchner Romanautorin eingeladen. Sie stattet ihren Roman „Die Optimierer“ als düstere Gesellschaftsvision für das Jahr 2052 mit Details aus, die gar nicht so weit weg von unserer Gegenwart zu sein scheinen:  Europa ist durch High-Tech-Überwachung vom Rest der Welt abgeschottet. Hochentwickelte Roboter sorgen für Sicherheit und Wohlstand. Jeder Bürger wird von der Agentur für Lebensberatung rund um die Uhr überwacht, selbstverständlich nur, um für jeden den perfekten Platz in der Gesellschaft zu finden. Der Leitsatz „Jeder an seinem Platz“ mag zwar gut gemeint sein, doch das Maß an Unfreiheit und Überwachung in dieser von Robotern kontrollierten und optimierten Gesellschaft wird gerade für Individualisten, Querdenker und Leistungsschwache zum Problem.

Die Münchner Autorin Theresa Hannig studierte Volkswirtschaft, Politik und  Philosophie. Sie arbeitete u.a. als Softwareentwicklerin und Beraterin für IT-Sicherheit.  Ihr Wissen um Robotik, Digitalisierung und den Auswirkungen auf Wirtschaft und Gesellschaft hat sie beim Schreiben ihres Zukunftsromans durchaus anwenden können. Ihre düstere Vision einer digital optimierten Diktatur liefert sicherlich Stoff für eine angeregte Diskussion im Anschluss an die Lesung.

Fortgesetzt wird die Reihe am Donnerstag, 28. Februar, um 19:30 Uhr mit dem Autor und Experten für Kindermedien Thomas Feibel. Er wird das Thema "Jetzt pack doch mal das Handy weg – wie wir unsere Kinder von der digitalen Sucht befreien aufgreifen". Thomas Feibel ist der führende Medienexperte in Sachen Kinder und Digitales in Deutschland. Er leitet das Büro für Kindermedien in Berlin und hat die „Feibl-Mäuse“ als Gütesiegel für gute Kindersoftware etabliert. Auch Kindersoftware-Preis TOMMI geht auf seine Initiative zurück. Als Kinder- und Jugendbuchautor greift Thomas Feibel die Themen Cybermobbing, Soziale Netzwerke und Aufwachsen in der digitalen Welt auf. Er kennt sich aus in der digitalen Kinderwelt und spricht sich dafür aus, dass die Familien exklusive Zeit füreinander – und ohne Smartphone – zurückerobern.

Am Donnerstag, 14. März, um 19:30 Uhr wird die Medienpädagogin Sonja di Vetta ein nicht ganz unstrittiges Thema aufgreifen: "Tablet & Co in der Kita - spielend lernen mit Apps". Sonja Di Vetta ist bei der medienpädagogischen Facheinrichtung SIN-Studio München tätig. Die Sozial- und Medienpädagogin betreut die Plattform „Digitale Spielewelten“ und das Projekt „Multimediale Landschaften für Kinder“.

 

Zurück