Büchereiblog

Abschlussfeier des Sommerferien-Leseclubs nach einem langen Lesesommer

Der Sommerferien-Leseclub gehört zu den Ferienaktionen mit großer Reichweite. Bayernweit machen über 170 Bibliotheken mit und fordern in den großen Ferien Kinder und Jugendliche zum Lesemarathon heraus. Auch die Stadt- und Schulbücherei Gunzenhausen ist nun schon zum 5. Mal dabei und hat 49 Clubmitglieder geworben, die insgesamt 280 Bücher gelesen und bewertet haben. Bei der Abschlussfeier trafen sich nun die Teilnehmerinnen und Teilnehmer für die  Büchereileiterin Carolin Bayer und ihr Team eine Lesung der Jugendbuchautorin Anja Janotta organisiert hat. Sie las aus ihrer Buchreihe „Der Theoretikerclub“.

Beim Sommerferien-Leseclub geht es natürlich um die Leseförderung: „Wir möchten Leseanreize schaffen und mit aktueller Ferienlektüre Kinder und Jugendliche für das Lesen begeistern“, so Carolin Bayer. Junge Leserinnen und Leser in Alter von 11 bis 14 Jahren werden mit einer aktuellen Buchauswahl herausgefordert, möglichst viele Leseabenteuer zu erleben und Spaß beim Lesen abwechslungsreicher Kinder- und Jugendbücher zu haben;  zum anderen soll es auch einen Austausch unter den Clubmitgliedern geben. Gelegenheit dazu gab es bei den drei Ferienaktionen in der Bücherei: Zum Auftakt wurde eine Leuchtbox mit Sprüchen gestaltet, als zweite Aktion gab es ein Gaming-Turnier und schließlich eine digitale Schnitzeljagd.

Bei der Abschlussfeier stellte die Kinder- und Jugendbuchautorin Anja Janotta zuerst die vier etwas schrägen Helden aus dem Theoretikerclub vor. Drei davon, nämlich Albert, Linus und Roman sind ziemliche Nerds: „Ziemlich gut in der Schule und kennen sich super aus mit Computern!“ – so die Autorin, die dann ein großes „Aber!“ hinzufügt: „Vollkommen praxisuntauglich“. Für alles Praktische ist der Vierte im Bunde Knut zuständig und deshalb ein unverzichtbares Clubmitglied.

Die Jungs vom  Theoretikerclub sind gut in den sozialen Netzwerken vertreten und haben auch einen geheimen Blog, aber es gibt natürlich auch das echte Leben mit einem nur theoretisch auf dem Baum aufgebauten Baumhaus – das hat bei den Theoretikern nicht so gut geklappt, es steht deshalb auf dem Boden. Und da sie allerhand Ärger mit zwei feindlichen Banden – den ziemlich fiesen Mädels und drei Jungs von der Sorte erst zuschlagen, dann nachdenken -  haben, wird von diesen das Baumhaus schließlich in seine Einzelteile zerlegt.

Anja Janotta hat mit dem Theoretikerclub Figuren erfunden, die erfrischend anders sind, aber trotzdem Seiten haben, mit denen sie bei den jungen Leserinnen und Leser Sympathiepunkte sammeln. Mit viel Sinn für Situationskomik und Sprachwitz – besonders in den Blogbeiträgen der Theoretiker – schafft sie, Satire für Kids und spannende Geschichten zu vereinen. Deshalb ist es gar nicht so abwegig, wie sie in einigen Besprechungen ihrer erfolgreichen Serie gelobt wird: „Big-Bang-Theory für Kinder.“

Auch bei ihrer Lesung in Gunzenhausen machte das junge Publikum eifrig mit. Es gab viel zu lachen und beim Quiz traten Theoretiker gegen Praktiker an und lösten knifflige Fragen zur Handlung. Nach einem großen Applaus stand dann Anja Janotta auch noch als Glücksfee zur Verfügung und zog aus der großen Lostrommel mit allen Bewertungskarten die Gewinner der drei Hauptpreise – den Boxengassen-Tickets der CarreraWORLD, dem Einkaufsgutschein vom Modehaus Steingass sowie dem Abenteuerwald Enderndorf -  und weiterer Lospreise.

Buchgutscheine gab es für diejenigen, die die meisten Bücher innerhalb der sechs Ferienwochen gelesen und bewertet hatten sowie für die am besten formulierte Bewertungskarte und für die kreativste Gestaltung der Bewertungskarte. Die Stadt- und Schulbücherei bedankt sich bei den Sponsoren des Sommerferien-Leseclubs: bei der Landesfachstelle für das öffentliche Bibliothekswesen, bei den Buchhandlungen Fischer und Pfahler, beim  Buchhaus Schrenk, beim Modehaus Steingass, bei den Stadtwerken Gunzenhausen, dem Zweckverband Brombachsee und dem Abenteuerwald Enderndorf.

Eine exklusive Lesung, tolle Preise und einen Sommer mit viel Lesespaß - für viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer  heißt es dann im nächsten Jahr wieder „Lesen was geht!“.

Babett Guthmann

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