Büchereiblog

Die Tochter des Drachenbaums

Susanne Aernecke erzählt in zwei Zeitsträngen die Geschichte um das Geheimnis von Amakuna, einem Pilz mit besonderer Heilwirkung. Die Priesterin Iriome lebt um 1500, die in der Pharmaindustrie forschende Ärztin Romy in der Jetztzeit. Beide sollen den heilkräftigen Pilz Amakuna und dessen Geheimnis bewahren. Ihrer beider Leben sind miteinander verflochten, verwoben und es wird in langen Passagen immer wieder zwischen beiden Frauen, beiden Zeiten, umgeschaltet.

Es geht auch um den Glauben, den der alten Kanarer, an den Gott und die Göttin, deren höchstes Gebot es ist, von der Natur immer nur das zu nehmen, was sie tatsächlich brauchen. Iriome lernt auf der Flucht die Auswüchse des Christentums kennen (Spanische Inquisition) und macht sich so ihre Gedanken, was denn wirklich wichtig ist. Sie beschreibt diese fremde Welt mit ihren Augen, aus ihrer Sicht - wohltuend und erhellend.

Will Romy zunächst den Pilz untersuchen, um dessen wunderbare Heilkraft der ganzen Welt zur Verfügung zu stellen, muss sie schnell einsehen, dass die Pharmaindustrie völlig andere Ziele verfolgt. Zum Glück hat sie Beschützer und Begleiter auf ihrem abenteuerlichen Weg.

Am Schluss siegt die Liebe, Romys Vertrauen wird belohnt. Ihr neuer Chef Nic will sich gegen den großen Pharmakonzern und somit gegen seine Frau und seinen Schwiegervater stellen. Doch wie diese Geschichte dann weitergeht, wird im Folgeband erzählt werden. Hier jedenfalls hat die Story einen guten Abschluss gefunden.

Der Schmöker hat mich voll in seine Handlung reingezogen - dass ich mich dabei mal im 16., mal im 21. Jahrhundert befand, spielte dabei keine Rolle. Die Welt um mich herum war vergessen, ich war versunken in die fantastische Welt der alten Kanarer und die protzige Villa des Firmenchefs. Wenn Sie mal wirklich vollkommen abschalten wollen - die Tochter des Drachenbaums kann Ihnen dabei helfen. :)

Sie finden den Roman unter AER oder Sie können Ihn mit der Mediennummer 71436815 vorbestellen. Viel Spaß beim Zeitreisen!

Ulrike Engelhardt 

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