Büchereiblog

Frankenwein und eine Leiche

Der zwölfte Fall für den Nürnberger Fotografen Paul Flemming. Wobei es diesmal eigentlich gar kein Fall für ihn ist. Seine Frau, die Staatsanwältin Katinka Blohm, hat ihn vor die Tür gesetzt, sie wolle eine Auszeit. Deren Tochter ist nach Südamerika geflüchtet, als Flemming ihren Verlobten im letzten Fall vergrault hatte. Eine äußerst unbefriedigende Gesamtsituation, die Paul in einem Kloster überdenken will.

Die Polizistin Jasmin Stahl hat derweil einen neuen Fall. An Bord eines Luxus-Flussschiffes wird ein amerikanischer Geschäftsmann erschossen. Sie hätte gern den befreundeten Paul als "Joker" an Bord bei der Weiterfahrt des Dampfers, doch der weilt ja im Kloster. Bald stellt sich heraus, dass es sich bei dem Täter um einen Profikiller handelt, der jedoch vom Erdboden verschluckt zu sein scheint.

Das Schiff macht nächste Station in Würzburg, wo Jasmin vor Ort sein will, um die Witwe des Opfers nochmals zu befragen. Die hat inzwischen sehr große Angst um ihr Leben und beschlossen, sich der Kommissarin anzuvertrauen: Dass ihr Mann seit längerem um Schutzgeld erpresst wurde und er jüngst beschlossen hatte, sich dies nicht länger gefallen zu lassen.

Pauls Rückzugs-Kloster ist ebenfalls in Würzburg, wie Katinka inzwischen herausgefunden hat. Sie reist ihm nach, will ihn wieder zurück haben und ihre Probleme gemeinsam lösen. Auch Tochter Hannah erklärt, dass sie wieder nach Hause kommen will.

So findet in Würzburg, wo inzwischen noch ein weiterer Mord geschehen ist, der große Showdown statt. Flemming ist dem Profikiller offenbar zu nahe gekommen, denn er findet sich plötzlich in einer lebensbedrohlichen Situation.

Die Lage spitzt sich zu, der Schreibstil wird rasanter, es wird einmal mehr brenzlig, doch der Täter wird natürlich gefasst. Das Buch endet mit einem großen Essen bei dem Koch Jan-Patrick, der selbstverständlich auch wieder mit von der Partie ist. Hier werden die letzten losen Fäden und offenen Fragen geklärt und beantwortet, so dass es einen runden Abschluss gibt.

Der Schreibstil liest sich stellenweise etwas angestrengt, dennoch schafft Beinßen es, die Spannung zu halten. Über manche Holprigkeiten kann man ja hinweglesen, zumal es der Kriminalfall sehr schwer macht, das Buch zur Seite zu legen.

Sie finden Jan Beinßens neuesten Regionalkrimi bei den Romanen unter BEI oder können ihn mit der Mediennummer 71478611 vorbestellen. Wenn Sie lieber "to go" lesen: Diesen und weitere Fälle um Paul Flemming finden Sie auch in der E-Ausleihe-Franken.

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