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2019

Mit dem Motto „Der Traum in uns“ hat sich Norwegen als Gastland der Buchmesse in Frankfurt präsentiert und auch beim Literaturcafé in der Stadt- und Schulbücherei kamen vier norwegische Autoren zu Zug. Dabei reichte das Spektrum vom Thriller mit dem Titel „Messer“ des Garanten für Gänsehaut-Leseerlebnisse Jo Nesbø bis zur literarischen Bearbeitung des Themas Einsamkeit im Roman „Die Einsamkeit der Seevögel“. Hier schildert Gøhril Gabrielsen die Gefühlslast einer jungen Wissenschaftlerin, die allein im nördlichsten Zipfel Norwegens platziert ihre Forschungen zu den Auswirkungen des Klimawandels betreibt und vergeblich auf die Ankunft ihres Geliebten wartet.

 

Mit einer Formel „Farben + Formen x Stoff = Textilkunst“ ist die aktuelle Ausstellung mit Quilts von Heike Dressler betitelt. Die Diplom-Ingenieurin für Bekleidungstechnik unterrichtet an der Modeschule Nürnberg und hat sich in der bundesdeutschen Patchwork-Community einen guten Namen gemacht. So haben die Patchwork Gilde Deutschland e.V. und das Textilmuseum Neumünster Quilts für ihre Sammlungen erworben. In der Bücherei sind die großformatigen Wandbehänge noch bis zum 2. Juli 2019 zu sehen. Wir haben mit Heike Dressler über ihre Arbeit und ihre künstlerische Entwicklung gesprochen

– Durchwegs auf gute Resonanz stießen die drei Vorträge der Reihe „Medienwelten“, die Bürgernetzverein Gunnet und Stadt- und Schulbücherei gemeinsam planen und durchführen. Ein kontrovers diskutiertes Thema wurde beim dritten Vortrag von der Medienpädagogin Sonja Di Vetta aufgegriffen: „Tablet und Co in der Kita- spielend lernen mit Apps“. Schon vorab formulierte Carolin Bayer die Frage, die sich zahlreiche Eltern, Erzieherinnen, Lehrkräfte sowie die Studierenden der Fachakademie für Sozialpädagogik  im Publikum sicherlich stellten: „Sollen Kita-Kinder schon Tablets nutzen?“ Auf der Pro-Seite gebe es medienpädagogische Argumente und den Aspekt des spielerischen Lernens, führte die Büchereileiterin an. Der zweite Vorsitzende des Bürgernetzvereins Martin Bosch plädierte – auch im Hinblick auf den Digitalpakt für die allgemeinbildenden Schulen – dafür, dass Medien grundsätzlich Arbeitsmittel bleiben sollen und nicht das pädagogische Handeln ersetzen könnten.

– Lob und Kritik hielt sich beim Frühjahrs-Literaturcafés in der Stadt- und Schulbücherei diesmal die Waage. Büchereileiterin und Moderatorin Carolin Bayer schickte neben Ulrike Zatschker, Babett Guthmann und Jürgen Huber vom Büchereiteam neun Testleserinnen und Testleser ins Rennen. So  gab es einen munteren Austausch, bei dem 21 Neuerscheinungen präsentiert wurden. Publikumsliebling war  der bienenfreundliche Sachbuch-Autor Dave Goulson, der in seinem Bestseller „Wildlife gardening“ beschreibt, wie Gartenfreunde erreichen, dass die Natur auch im kleinsten Hausgarten zu ihrem Recht kommt. Ulrike Fischer konnte sich besonders über lebensnahe Tipps freuen, wie diesen: Mit den Nachbarn Pflanzen tauschen, statt mit Pflanzenschutzmitteln besprühte Supermarktware pflanzen. 

Kinder erziehen – das war zu allen Zeiten keine einfache Aufgabe. Doch derzeit brennt eine Frage den Eltern besonders unter den Nägeln: Welche Rolle spielt das Smartphone im Leben meines Kinders und im Familienleben? Der Experte für Kindermedien und Autor Thomas Feibel hat bei seinem Vortrag in der Stadt- und Schulbücherei dieses Thema aufgegriffen, das auch Titel seines neuen Sachbuches ist: „Jetzt pack doch mal das Handy weg“. Den Aufruf, das Smartphone mal aus dem Auge und aus dem Sinn zu lassen, betrifft dabei beileibe nicht nur die Kinder, sondern auch jene Leute, die den Kindern das Gerät überlassen haben.

Einen stimmungsvollen Länderabend mit Beiträgen zur dänischen Kultur haben die Gäste in der ausverkauften Stadt- und Schulbücherei erlebt. Gefeiert wurden die Dänen, ihre Musik, ihre Literatur und natürlich alles, was mit der dänischen Lebensart „Hygge“ zu tun hat. Ehrengast war die in Weißenburg lebende Dänin Pia Lindström, die in einem originellen Vortrag von ihrem Heimatland und dem Glücksgeheimnis der Dänen zu berichten wusste. Ein eigener Programmpunkt waren die kleinen Kostproben dänischer Smörebröds und mehr, die im schön dekorierten Lesesaal präsentiert wurden.