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2022

Elf Wochen lang waren zum Leben und Wirken des Goldmachers und Heilkundigen Johann Reichardt Exponate aus dem Stadtmuseum Gunzenhausen und aus dem Stadtarchiv bei uns in der Bücherei zu sehen.  Als Illustration zur Goldmacher-Kunst des berühmten Gunzenhäusers war in einer kleinen Vitrine auch ein vermeintlicher Goldschatz ausgestellt und alle Besucherinnen und Besucher waren zum Schätzen aufgefordert: „Wie schwer ist dieser Goldklumpen?“

181 ratefreudige Ausstellungsbesucherinnen und Ausstellungsbesucher haben das Gewicht geschätzt und am Quiz des Stadtarchivs Gunzenhausen teilgenommen. Stadtarchivar Werner Mühlhäußer überreichte nun für die genauesten Schätzungen fünf Buchgutscheine an Amelie Wabbel, Helena Schmid, Johanna Roth, Ulrike Wabbel und Tülay Zottmann. 2032 Gramm war die richtige Lösung und die beste Schätzung kam von Amelie Wabbel, die nur um 10 Gramm danebenlag.

Wenn es sich um einen echten Goldklumpen dieses Volumens gehandelt hätte, nicht um einen angemalten Wackerstein, wäre wohl ein Gewicht von etwa 10 Kilogramm realistisch gewesen. Dieses Gold hätte einen Wert von 112.000 Euro gehabt.

Bei der Preisverleihung rühmte Werner Mühlhäußer den Heilkundigen Johann Reichardt als eine der vielschichtigsten Personen der Stadtgeschichte, musste aber eingestehen, dass die Sache mit dessen Goldmacherkunst keinesfalls beweisbar sei.

Trotzdem: Im Safe des Johann Reichardt wurden nach seinem Tod tatsächlich 21 Goldbarren gefunden. Und noch etwas entspricht der Wahrheit: im Stadtarchiv lagert gut behütet das Original des streng geheimen Goldmacher-Rezepts des Johann Reichardt!

Er darf noch zwei Wochen länger bleiben: Nachdem das BR-Team mit Vera Held für Filmbeitrag zum BR-Radeltour-Finale in Gunzenhausen (in der Abendschau am Freitag, 5. August 2022 oder später in der BR-Mediathek) auch in der Ausstellung des Stadtarchivs zum Heilkundigen und Goldmacher Johann Reichardt einen Kurzbesuch gemacht hat, verlängern wir den Ausstellungszeitraum bis zum 18. August 2022. Das Gunzenhäuser Original Johann Reichardt hat seinen Nimbus als Heiler und Zauberkundiger mit geheimnisvollen Kräften sein Leben lang befeuert und so gibt es in der Ausstellung viele Dokumente, Fotografien und Bilder zur geheimnisumwobenen Alchemistenhöhe beim Röschelskeller.